Ratgeber · MSV3

MSV3 für Großhändler: So werden Sie in Apotheken-Warenwirtschaften bestellbar

Apotheken bestellen am liebsten dort, wo sie ohnehin arbeiten: direkt aus ihrer Warenwirtschaft. Großhändler, die dort nicht per MSV3 erreichbar sind, bekommen Bestellungen nur auf Umwegen – per Telefon, Fax, E‑Mail oder Webshop. Wir zeigen, wie Sie als Großhändler in den Apotheken-Warenwirtschaften bestellbar werden, was Sie dafür brauchen und warum der wichtigste Schritt der Start ist.

Anonymisiertes Beispiel einer MSV3-to-Mail-Bestellung mit Kundendetails, Bestellkennung und PZNs
Inhalt dieser Seite
  1. Warum Apotheken direkt aus der Warenwirtschaft bestellen
  2. Was Sie als Großhändler brauchen
  3. So werden Sie bestellbar: der Ablauf
  4. Warum die Registrierung bei den Warenwirtschaften so wichtig ist
  5. Zwei Wege: Basisversion oder ERP-Anbindung
  6. Das Wichtigste: einfach starten
  7. Aus der Praxis: Bestellungen verdreifacht
  8. Auch andere Großhändler können bei Ihnen bestellen
  9. Häufige Fragen
  10. Zusammengefasst

Warum Apotheken direkt aus der Warenwirtschaft bestellen

In der Apotheke wird dort bestellt, wo der Bedarf entsteht: in der Warenwirtschaft. PKA, PTA und Apotheker sehen dort, was fehlt, und schicken die Bestellung per MSV3 mit wenigen Klicks an den Großhandel – dem Bestellstandard zwischen Apotheke und Großhandel.

Jeder Weg daneben ist ein Medienbruch: ein Anruf, eine unstrukturierte E‑Mail, ein Fax oder ein separater Webshop. All das kostet Zeit und verhindert, dass das Team direkt aus der Warenwirtschaft bestellt. Im Alltag gewinnt deshalb oft der Lieferant, der in der Warenwirtschaft erreichbar ist – nicht unbedingt der mit dem besten Angebot.

Was Sie als Großhändler brauchen

  • Eine IDF-Nummer: In der Praxis ist das meist die BtM-Nummer, die die Bundesopiumstelle beim BfArM an Teilnehmer am Betäubungsmittelverkehr vergibt. Nehmen Sie nicht am Betäubungsmittelverkehr teil und haben deshalb keine Nummer, übernehmen wir den Antrag für Sie.
  • Ihren verfügbaren Bestand: als CSV-Datei, die Sie hochladen. Daraus beantwortet der MSV3‑Server die Verfügbarkeitsanfragen der Apotheken.
  • Eine E‑Mail-Adresse, an die eingehende Bestellungen gehen.

Eine eigene Schnittstelle, eigene Server oder zusätzliche IT brauchen Sie nicht. Unser MSV3‑Server läuft in der Cloud.

So werden Sie bestellbar: der Ablauf

  1. MSV3‑Server einrichten – innerhalb von 1–2 Wochen live. Ab diesem Zeitpunkt können bereits alle Apotheken bei Ihnen bestellen, die den Endpunkt in ihrer Warenwirtschaft selbst eintragen können.
  2. Bestand per CSV hochladen. Damit sehen Apotheken bei der Verfügbarkeitsanfrage, was Sie liefern können.
  3. Bestellungen als strukturierte E‑Mail empfangen. Mit MSV3 to Mail kommt jede Bestellung übersichtlich aufbereitet bei Ihnen an – mit Kundendaten, Bestellkennung und PZN.
  4. Registrierung bei den Warenwirtschaftsherstellern – 2–4 Monate. Diesen Prozess übernehmen wir. Danach können auch Apotheken bei Ihnen bestellen, deren Warenwirtschaft keine freie Eingabe von Endpunkten erlaubt.
  5. Optional: ERP-Anbindung – parallel. Wer möchte, bindet sein bestehendes ERP-System an, während die Registrierung läuft.

Warum die Registrierung bei den Warenwirtschaften so wichtig ist

Einige Apotheken können den MSV3‑Endpunkt eines neuen Großhändlers selbst in ihrer Warenwirtschaft eintragen. Die meisten Warenwirtschaftsanbieter wechseln aber zu geschlossenen Systemen: Dort kann die Apotheke einen Endpunkt erst nutzen, wenn der Anbieter ihn freigegeben hat.

Deshalb ist die Registrierung bei den Warenwirtschaftsherstellern der entscheidende Schritt, um für alle Apotheken bestellbar zu werden. Weil sie 2–4 Monate dauert, lohnt es sich, früh damit zu beginnen. Die technische Eintragung übernehmen wir für Sie.

Zwei Wege: Basisversion oder ERP-Anbindung

Basisversion: CSV-Upload und strukturierte E‑Mail

Sie laden Ihren verfügbaren Bestand als CSV hoch, eingehende Bestellungen erhalten Sie als strukturierte E‑Mail. Das funktioniert ohne jede Änderung an Ihren internen Systemen und ist der schnellste Weg zum Start.

ERP-Anbindung: Bestellungen direkt ins eigene System

Zusätzlich zur Basisversion binden wir bestehende ERP-Systeme an – zum Beispiel Microsoft Dynamics oder Pohoda. Dafür brauchen wir den Kontakt zu dem Dienstleister, der Ihre Warenwirtschaft betreut. Für die Anbindung gibt es zwei Wege:

  • API: Stellt Ihr System eine Schnittstelle bereit, bespielen wir diese direkt.
  • Dateiaustausch per FTP/SFTP: Bestellungen, Bestände und Rückmeldungen werden als Dateien ausgetauscht. Aus Sicht vieler ERP-Anbieter ist das der einfachste Weg.

Welcher Weg es wird, entscheidet Ihr System – wir passen uns an. Wie so eine Integration im Detail aussieht, zeigt unser Beitrag zur MSV3‑Integration.

Das Wichtigste: einfach starten

Viele Großhändler warten mit MSV3, bis die perfekte Lösung mit voller ERP-Anbindung steht. Das ist der falsche Ansatz. Schon die strukturierte E‑Mail ist besser als alles, was die meisten bisher haben: Ihre Kunden bestellen direkt aus ihrer Warenwirtschaft – ohne Anruf, ohne Fax, ohne unstrukturierte E‑Mail und ohne Umweg über einen Webshop.

Der Server ist in 1–2 Wochen live, die ersten Apotheken können sofort bestellen, und alles Weitere – Registrierung und ERP-Anbindung – läuft parallel.

Aus der Praxis: Bestellungen verdreifacht

Einer unserer Kunden hat seine Bestellungen verdreifacht, nachdem er per MSV3 bestellbar war. Der Grund ist einfach: Seine Kunden können jetzt ohne Umwege bestellen – direkt aus der Warenwirtschaft, im gewohnten Ablauf.

Auch andere Großhändler können bei Ihnen bestellen

MSV3 ist nicht auf Apotheken beschränkt. Jeder, der MSV3-Bestellungen auslösen kann, kann über Ihren MSV3‑Server bei Ihnen bestellen – auch andere Großhändler.

Häufige Fragen

Welche Nummer brauchen wir, um per MSV3 bestellbar zu werden?

Eine IDF-Nummer, in der Praxis meist die BtM-Nummer. Haben Sie keine, weil Sie nicht am Betäubungsmittelverkehr teilnehmen, übernehmen wir den Antrag.

Wie lange dauert es, bis Apotheken bei uns bestellen können?

Der MSV3‑Server ist innerhalb von 1–2 Wochen live. Ab dann können Apotheken bestellen, die den Endpunkt selbst eintragen können. Die Registrierung bei den Warenwirtschaftsherstellern für alle übrigen dauert 2–4 Monate.

Brauchen wir eine eigene Schnittstelle?

Nein. In der Basisversion laden Sie Ihren Bestand als CSV hoch und erhalten Bestellungen als strukturierte E‑Mail.

Können wir unser ERP-System anbinden?

Ja, zum Beispiel Microsoft Dynamics oder Pohoda. Wir brauchen dafür den Kontakt zu Ihrem ERP-Dienstleister. Angebunden wird per API oder per Dateiaustausch über FTP/SFTP – je nachdem, was Ihr System am besten kann.

Welche MSV3‑Versionen werden unterstützt?

Der MSV3‑Server unterstützt V1 und V2 des MSV3‑Standards.

Können auch andere Großhändler bei uns bestellen?

Ja. Jeder, der MSV3-Bestellungen auslösen kann, kann bei Ihnen bestellen.

Was kostet das?

Unser MSV3‑Server ist günstiger als die klassischen Systeme. Ein konkretes Angebot erhalten Sie von uns – sprechen Sie uns an.

Zusammengefasst

Für Großhändler entscheidet die Erreichbarkeit in der Warenwirtschaft, wie leicht Apotheken bei ihnen bestellen. Der Weg dorthin ist kürzer als gedacht: IDF-Nummer, Bestand als CSV, strukturierte E‑Mail – und in 1–2 Wochen sind Sie live. Die Registrierung bei den Warenwirtschaften und eine ERP-Anbindung – per API oder Dateiaustausch – folgen parallel.

Sie möchten mit Ihrem Großhandel per MSV3 bestellbar werden? Sprechen Sie uns an – mehr zum MSV3‑Server finden Sie auf unserer Produktseite.

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